Prof. Harald Eichsteller

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Digital Dialog Insights 2018 - Fokus Opt-In

10. Okt 2018

Digital Dialog Insights 2018 – Im Fokus: Opt-Ins
Stuttgart/Karlsruhe, 10. Oktober 2018

Opt-ins sind entscheidend für erfolgreiche Marketing-Kommunikation 

  • Expertenumfrage „Digital Dialog Insights 2018′ nimmt Opt-ins in den Fokus
  • Digitale Touchpoints mit hoher persönlicher Relevanz sind Schlüssel zum Opt-in
  • Experten sehen Zukunftspotenzial für Opt-in-Verwaltung im Privacy Center

Marketing-Einwilligungen (Opt-ins) gewinnen massiv an Bedeutung. Dies ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Studie „Digital Dialog Insights 2018′. Drei Viertel der befragten Experten teilen die Überzeugung, dass die Generierung von Opt-ins entscheidend für den Erfolg von Marketing-Kommunikation ist. Allerdings gibt nur ein Drittel an, dass Nutzer-Opt-ins einfach zu erzielen sind. Das liegt vor allem am Datenschutz: Zwei Drittel der Experten sind der Meinung, dass die DSGVO und die künftige ePrivacy-Verordnung die Generierung von Opt-ins erschweren.

Die Studienreihe Digital Dialog Insights wird jährlich von United Internet Media in Zusammenarbeit mit der Hochschule der Medien, Stuttgart, durchgeführt. Die aktuelle Ausgabe legt den Fokus auf Opt-ins. 55 Experten wurden zu Status Quo, Trends und Perspektiven im digitalen Dialogmarketing befragt.

Digitale Touchpoints liefern Opt-ins

Mehr als zwei Drittel der Experten sind der Überzeugung, dass Unternehmen mit digitalen Touchpoints einen Vorteil bei der Opt-in-Generierung haben. Hierzu müssen digitale Touchpoints vor allem persönliche Relevanz für den Nutzer, eine hohe Vertrauenswürdigkeit und qualitativ gute Angebote oder Services bieten. Hinzu kommen hohe Reichweite und häufige Nutzung, so die Experten.

„Die hohe Eignung digitaler Touchpoints für die Generierung von Opt-ins bedroht Unternehmen ohne diese Assets. Klar im Vorteil sind etablierte internationale Big Player, zumal digitale Touchpoints auch bei erfolgskritischen Disziplinen wie Analytics und Customer-Journey-Analysen eine wichtige Rolle spielen. Hier gilt es gegenzuhalten, um einer Zwei-Klassen-Gesellschaft im Digital-Marketing Einhalt zu gebieten‘, sagt Harald Eichsteller, Professor an der Hochschule für Medien, Stuttgart.

„Die Ergebnisse der Umfrage zeigen eine klare Entwicklung hin zu personalisierter und datengetriebener Kundenkommunikation. Durch verstärkte Marketing-Investitionen und die gemeinsame Etablierung branchenübergreifender Standards wie netID können die nationalen Player eine offene Alternative zu den amerikanischen Plattformen schaffen. Die Zukunft liegt in der Optimierung der Ansprache an den einzelnen Online-Touchpoints, um Opt-ins zu sammeln und bestmöglich im Sinne der Unternehmen und der Kunden zu verwerten‘, sagt Rasmus Giese, CEO von United Internet Media.

Höhere Marketing-Investitionen

Auch wenn die DSGVO viele gängige Marktpraktiken erschwert, ist die Investitionsfreude weiterhin hoch. Zwei Drittel der Experten sehen künftig höhere Investitionen der Unternehmen. Dabei stehen die Optimierung von Customer Analytics (71 Prozent) und Customer Journey (69 Prozent) ganz oben auf der Agenda.

Kritisch sehen die Autoren der Studie das aktuelle Phänomen der Cookie-Zustimmung. „Aktuell müssen sich die User durch Opt-in-Ketten kämpfen. Damit fällt die Nutzerfreundlichkeit den Notwendigkeiten der rechtlichen Absicherung zum Opfer. Hoffen wir, dass es sich dabei nur um eine Übergangsphase handelt‘, so Professor Eichsteller.

Vorteile der Opt-in-Verwaltung im Privacy Center

Eine Alternative stellt die Verwaltung von Opt-ins in einem Privacy Center dar. Die Hälfte der befragten Experten sehen darin die Zukunft der Opt-in Verwaltung, während etwas mehr als ein Drittel auf die Cookie-Wall setzt. „Im Gegensatz zu den Cookie-Zustimmungen kommt ein Privacy Center den Konsumenten zugute, da das Nutzererlebnis nicht durch eine kontinuierliche Abfrage redundanter Botschaften gestört wird. Durch die Opt-in-Verwaltung über Privacy Center steigt die Transparenz für die Nutzer. Zusätzlich profitieren sie durch personalisierte Kundenerlebnisse und besondere Angebote‘, ergänzt Prof. Dr. Jürgen Seitz, Mitherausgeber der Studie und ebenfalls Professor an der Hochschule der Medien in Stuttgart.

Studienreihe Digital Dialog Insights

Für die siebte Ausgabe der Digital Dialog Insights wurden 55 Online-Experten aus den Bereichen Produktion, Handel und Dienstleistung per Online-Fragebogen im Mai und Juni 2018 interviewt. Da die Befragung – bewusst gewählt – mitten in die Zeit verstärkter DGSVO-Aktivitäten der Experten fiel, musste in diesem Jahr eine geringere Teilnehmerzahl als üblich akzeptiert werden. Die Teilnehmer rekrutieren sich aus dem Experten-Netzwerk der Hochschule der Medien (HdM), Stuttgart.

 

Die Digital Dialog Insights erscheinen 2018 zum siebten Mal. In den vergangenen Ausgaben untersuchten die Hochschule der Medien, Stuttgart, zusammen mit United Internet Media bereits die Trendthemen Customer Centricity, Native Advertising, Small Screens, Cross-Device Storytelling und Big Data.

Die jährliche Entscheider- und Nutzerbefragung hat sich mittlerweile als die Standardstudie zum digitalen Dialogmarketing in Deutschland etabliert. Sie gibt Jahr für Jahr neue Einblicke in die Entwicklung der Branche und die Akzeptanz und Wahrnehmung des digitalen Dialogmarketings bei den Nutzern.

Die gesamten Ergebnisse der Studie „Digital Dialog Insights 2018“ sind nach Registrierung kostenfrei als PDF verfügbar unter www.digital-dialog-insights.de

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